Texte

 

Die letzten Jahre

Die letzten Jahren sind so schnell verflogen.
Heute ist nichts mehr, wie es damals war.
Du hast den Antrieb und die Lust verloren.
Der graue Alltag verfärbt dein Haar.

Die Unzufriedenheit frisst dich auf,
musst funktionieren um jeden Preis.
Du hast keinen eigenen Weg,
du hast keinen Way of Life.

So viel erwartet, nichts bekommen,
die Zeit hat dir das Leben genommen.
Die letzten Jahre, die letzten Jahre!
Du hast gehofft, dass es schon wird
und dich im Selbstmitleid verirrt.
Die letzten Jahre, die letzten Jahre!

Nichts hasst du mehr, als diesen Job,
doch immer noch ein Grund morgens aufzustehen.
Du wolltest einst so viel mehr,
jetzt scheint die Zeit auf einmal still zu stehen.

Dein Wissen und dein Ansehen,
ist heute noch so viel Wert,
wie dein Traum vom Erfolg
und du fragst dich: Was ist nur passiert?

So viele Worte, ganz verschwommen,
wie weit bist du im Leben gekommen?
Die letzten Jahre, die letzten Jahre!
Dein Plan dahin, es ist zu spät,
die Flucht ins Aus ist jetzt dein Weg.
Die letzten Jahre, die letzten Jahre!
Die Flucht ins Aus ist jetzt dein Weg.

 

Eine kalte Nacht

So viele Tränen sind vergossen
für den Einen, den du liebst.
Hattest oft das Gefühl,
dass man dich nur belügt.

Jede SMS von dir
bleibt ohne Antwort.
Auch ans Handy geht er nicht,
ist er vielleicht gerade fort?

Und so liegst du Nachts zu Haus,
fragst dich, was er gerade macht.
Warum lässt er dich alleine
in dieser kalten Nacht?

Jetzt fallen deine Augen zu,
von den Tränen viel zu schwer.
Abgetaucht ins Land der Träume,
spürst du den Schmerz nicht mehr.

Plötzlich schreckst du auf.
War da ein Klopfen an der Tür?
Voller Hoffnung bist du nun,
doch die Schwelle, sie bleibt leer.

Jetzt stehst du wieder da,
erinnerst dich an jene Nacht.
Als du die Nachricht hier erhielst
und dein Glück, euer Traum und dein Leben
für immer zerbrach.

 

Für die Ewigkeit

Du liegst auf dem Bett
und schaust dir ihr Bild an.
Denkst an eure Zeit zurück,
wie es damals begann.

Der Alltag war so fern,
es gab selten Streit.
Und es schien, als wäre dieser Traum
für die Ewigkeit.

Doch es folgten die Probleme,
ihr habt euch nicht mehr verstand´n.
Und nach jedem Wort von dir,
ist sie auf dich losgegangen.

Dann kam die Trennung,
du wolltest sie nicht mehr sehn.
Trotz Tränen und Entschuldigungen,
hast du sie gebeten zu gehen.

Ist es das wofür man lebt?
Man gibt so viel,
doch stellt sich schnell heraus,
das alles ist nur ein Spiel.

Oft ist man verzweifelt,
würde vor Wut gerne schrein.
Aber nur wer liebt,
der kann auch glücklich sein.

Jetzt kommt die Erkenntnis,
dass es ein Fehler war.
Du kannst nicht mehr ohne sie,
es ist dir so klar.

Du gibst euch eine neue Chance
und ihr nährt euch wieder an.
All die Probleme,
scheinen auf einmal so fern.

Doch es ist nur ein neuer
Versuch um mitzukriegen,
nichts hat sich geändert,
es ist wie damals geblieben.

Und die selben Dinge,
führen wieder zum Streit.
So wie es jetzt ist,
wars auch in der Vergangenheit.

 

Gib mir Mut

Geweckt von dem Kind, das unter mir wohnt.
Es hat Angst und schreit so laut.
Steh auf! Geh hin! Schreite ein!
Doch meine Ohren stellen sich taub.

Der Vater schreit, es fließen Tränen.
Was wird nur noch alles passieren?
Würde mich gern vor das Kind stellen,
doch den Kampf würde ich verlieren.

Komm mein Freund, steh mir bei
in dieser Zeit, nimm meine Hand.
Gib mir den Mut, den ich brauche
und den anderen ein wenig mehr Verstand.

Ein Naziladen mitten in der Stadt-
geduldet, gehasst, doch akzeptiert.
Für die, die es nicht besser wissen,
bei denen die Dummheit regiert.

Ich könnte schreien und Amok laufen,
könnte meinen Unmut demonstrieren.
Die Lügen würden der Wahrheit weichen,
doch ich würde diesen Kampf verlieren.

 

Hallo Welt

Hallo Welt, wie siehts aus?
Hat man uns denn schon vermisst?
Oder klingt das arrogant,
weil niemand weiß, wer Ostbrut ist?

War’n wir weg, war’n wir da,
interessiert dich dieser Mist?
Oder liest du jetzt die Bild,
weil du genervt von Punkrock bist?

Die Leute wollen’s schnell, die Leute brauchen’s hart.
Haben wir zu wenig Likes oder sind wir schon zu smart?
Wir wollten doch die Welt, aber wie ich die Sache seh,
hat’s nur für eins gereicht: 12 Lieder auf CD!

 

In aller Feindschaft

Du warst immer ein Typ,
seinen Werten treu geblieben.
Gegen diesen braunen Dreck –
mit erhobener Faust immer dagegen.
Was ist aus dir heute geworden,
wir haben doch so viel erlebt.
Doch, dass Freunde auch zu Feinden werden können,
hat das Leben uns gelehrt.

Toleranz und Akzeptanz,
es wird sich nicht mehr beschwert.
Wenn man eh nichts gegen machen kann,
wird das Glas zusammen geleert.
Was ist aus dir heute geworden?
Die Leute, die du einst gehasst,
sind heute deine Saufkumpanen,
darauf geschissen, was jeder sonst so macht.

Siehst du den Hass in meinen Augen?
Und diesmal nicht nur gegen sie.
Du stellst dich auf ihre Seite,
den Idealen nicht mehr treu.
Ich seh den Hass in deinen Augen
und diesmal gegen mich.
Du stellst dich auf ihre Seite
und für das, was du machst, verachte ich dich.

“Oi Oi Oi” kommt jetzt gut an,
“Punks not red” ist euer Ding.
Doch ihr seid nichts als kranke Spinner,
auf den rechten Auge blind.
Hinterfragt man euer Handeln,
wird die Wahrheit schnell verdrängt.
“Scheiß political correctness” –
euer einziges Argument.

 

Monster der Gesellschaft

In unserer Gesellschaft lebe ich.
Ein Kranker, Verbannter,
eine Ausgeburt der Hölle
und jetzt steh ich vor Gericht.

Ich agierte hinter Mauern,
gefangen im großen Netz.
Glaubte mich lange unerkannt,
habe das Risiko unterschätzt.

Doch diesen Weg,
werde ich alleine gehen.
Ich werde mich der Strafe stellen
und für meine Taten gerade stehen.

Wenn unsere Kinder
dich danach fragen,
sage Ihnen nicht den Grund,
denn sie könnten ihn nicht ertragen

Ich habe Urheberrecht verletzt,
habe die Auswirkungen unterschätzt.
Wegen mir gibt’s Mordern Talking nicht mehr
und auch Bushido verdient sein Geld nur schwer.

Ich habe Urheberrecht verletzt,
hab die Konsequenzen unterschätzt.
Zerstörte die Existenz von so vielen,
die statt Millionen nur noch Hunderttausende verdienen.

Ich habe viel darüber nachgedacht,
was so einen wie mich zum Monster macht.
Ich habe nicht nur um Geld betrogen,
ich sah auch weg, während andere sich Alben zogen.

Oh bitte stellt mich an die Wand,
lasst mich nicht länger unerkannt.
Nennt mich Staatsfeind und Ungeheuer,
denn ich prellte damit den Staat auch um die Umsatzsteuer.

 

Narben

Ich lechze, ich starre,
ich komme immer näher.
Ich fletsche, ich fasse,
ich mache dir Angst.
Du schreist, du weinst,
du zitterst immer mehr.
Du schwitzt und merkst,
dass du dich nicht mehr rühren kannst.

Oh, was du willst, das weiß ich.
Und was du brauchst, das weiß ich auch.
Deine Nähe, meine Gier,
leg deinen Kopf auf meinen Bauch.
Hör mich atmen, hör mein Herz
und dann sag mir, dass du mich willst.
Ich will dich nicht zwingen müssen,
dass du meine Triebe stillst.

Wenn du mir nah kommst,
dann leide ich Todesqualen.
Doch ohne deine Nähe,
da fühle ich mich nicht gut.
Du kommst, du atmest,
lässt meine Adern beben.
Doch ich, ich weiß,
für dich zählt nur mein Blut.

Was ich will, das weißt du
und was ich brauch, das weißt du auch.
Deine Nähe, meine Gier,
leg meinen Kopf auf deinen Bauch.
Höre dich atmen, höre dein Herz
und du weißt, dass ich dich will.
Ich seh Narben auf der Haut,
das ist, was meine Triebe stillt.

Komm zu mir, komm zu mir,
und ich weiß, dass du mich brauchst.
Deine Nähe, meine Gier,
leg deinen Kopf auf meinen Bauch.
Hör mich atmen, hör mein Herz
und dann sag mir, dass wir uns wollen.
Unsere Liebe voller Scherzen
ist, was ewig währen soll.

Komm zu mir…

 

Ohne dich

Ich kaufe dir ein Haus, vom Himmel hol ich dir die Sterne.
Alles würde ich für dich tun, ich brauche deine Wärme.
Ich brauche dich zum Essen, ich brauche dich zum Reden,
Ich brauche deinen Sex, ohne dich kann ich nicht überleben.

Ohne dich – es ist so einsam
Ohne dich – eine lange Reise
Ohne dich – Sag nur ein Wort
und ich fliege mit dir fort.

Ohne dich – kein letzter Kuss
Ohne dich – nichtmal ein Blick
Ohne dich – Verdammt noch mal,
komm zu mir zurück!

Du hast mich fasziniert und was ich jetzt sage:
“Du und ich auf Ewig”, war für mich keine Frage.
Ich sehe in dir alles, was ich immer haben wollte.
Ich sehe in dir alles, was ich nie behalten sollte.

So viel würde ich dir geben.
So viel würde ich dir versprechen.
Alles tun, was es so gibt.
Doch es kommt nur so ein
verdammtes, verficktes Liebeslied.

 

Schöne Zeit

Den ganzen Winter lang,
hab ich diesen Tag ersehnt.
Die Temperatur steigt in die Höhe
und es ist wieder Zeit.

Ich hole das Ding raus
und es wird erstmal abgestaubt.
Dann mache ich mich auf den Weg,
das Feuchte ist nicht weit.

Jeder will mal drauf,
doch muss erstmal geblasen werden.
Mit langem Auf und Ab,
wird es schön prall gemacht.

Wir sind umgeben von Nackedeis,
die wir uns gerne ansehen.
Wir packen es jetzt richtig an,
das wäre doch gelacht

Wir fahren Schlauchboot auf dem Baggersee.
Sonne tanken, Frauen bespannen,
die Seele baumeln lassen.
Wir fahren Schlauchboot auf dem Baggersee.
Ins Wasser springen, Ostbrut hören
und nebenbei noch Nazis hassen.

Und schwimmt mal etwas Kot vorbei,
dann ist das auch okay,
denn wir fahren Schlauchboot auf dem Baggersee.

 

Wenn ich geh

Ich seh die Wut, ich seh die Angst,
seh eine Welt, die niemals steht.
Ich höre es ticken, auch ohne Ton.
Was willst du tun, es ist schon zu spät.

Doch was soll ich dir sagen,
was du nicht schon weißt?
Klammerst dich an gute Zeiten –
genau wie ich.
Denn das Ende rückt Tag für Tag näher.
Unaufhaltsam, doch es juckt mich nicht.

Und wenn ich geh,
dann geht nur ein Teil von mir.
Der ganze dreckige Rest, bleibt bei Jedem
und auch bei dir.
Du kannst mich lieben
oder auch hassen.
Du kannst jetzt weg sehen
oder es lassen.
Und wenn ich sterbe – jetzt und hier,
ein Teil bleibt und zwar in dir.

Und sollte es mal aus sein,
bereu ich nichts.
Habe alles getan,
was mich glücklich macht.

Ich bin den Weg nicht gelaufen,
ich bin gerannt.
Viele Schlachten gewonnen
und als Letzter gelacht.

Und wen ich geh,
dasnn geht nur ein Teil von mir.
Denn mein Name brennt sich ein –
bei Jedem und auch bei dir.
Du kannst mich lieben
oder auch hassen.
Du kannst jetzt weg sehen
oder es lassen.
Und wenn ich sterbe – jetzt und hier,
ein Teil bleibt und zwar in dir.

Was willst du tun? Was wirst du tun?
Es wird keiner kommen und es dir bringen.
Und sogar deinen Feinden, bleibt es im Sinn,
wenn ein letztes Sandkörnchen fällt.
Doch ein Teil bleibt tief in dir drin,
bleibt tief in dir drin.

Mit knirschenden Zähnen
und mit Wut im Bauch,
hören sie deinen Namen,
er stößt ihnen bitter auf.
Sie wollen dich vergessen,
sie wollen es so fest.
Doch zu tief sind die Narben,
die du hinterlässt.

 

Zweite Wahl

Und es geht wieder los,
jedes Mal das selbe Spiel.
Ich will doch nur einfach raus,
warum machst du’s mir so schwer?
Immer diese Heulerei:
Oh, du vermisst mich so sehr.

Ich will dich nicht verletzten,
doch ich will ehrlich zu dir sein.
Darum legte ich am Anfang
gleich die Karten auf den Tisch,
doch du siehst es nicht ein.

Höre auf zu flennen, schenk mir Vertrauen,
ich hab dich lieb, doch es ist mir egal.
Ich will zu ihr, nimms nicht so schwer,
doch Baby du – bist nur die zweite Wahl.

Du tanzt nackt auf meinen Tisch,
lädst noch eine Freundin ein.
Doch was soll die ganze Mühe,
weil du doch genau weißt,
mein Kopf wird immer bei ihr sein.

Du bist jung, du bist schön,
voller Anmut voller Charme.
Übetönt nur noch die Bildung,
es gibt nichts, was du nicht kennst,
doch lasse mich bitte gehen –
ich will zu meiner Band!

Geh aus dem Weg, ich will kein Streit,
ich zähl bis drei, ich sag es nicht nochmal.
Hinterher bin ich auch gern für dich bereit,
doch Baby du – bist meine zweite Wahl.